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Europas teuerste und günstigste Camping-Länder

Für eine Nacht auf dem Campingplatz zahlt eine vierköpfige Familie dieses Jahr in der Hochsaison im EU-Schnitt insgesamt 38,60 € (Preis inkl. Caravan, Wohnmobil, Zelt, Strom, Kurtaxe und Umweltabgabe). Das sind 3,7 % mehr als im Vorjahr, aber immer noch ein Bruchteil dessen, was ein Hotelzimmer kostet. Für den Campingexperten ACSI, der jährlich rund 10.000 Plätze in mehr als 30 europäischen Ländern vor Ort inspiziert, ist das ein Zeichen für die verantwortungsvolle Preispolitik der ganzen Branche.

Nacht auf Stellplatz pro Land

Kroatien bleibt Europas teuerste Campingdestination: 78 € zahlt man hier für eine Nacht, fast doppelt so viel wie in Deutschland. Gegenüber 2020 sind die Preise dort sogar um knapp 70 % gestiegen. Der Grund: massive Investitionen in Qualität und Luxusinfrastruktur wie etwa Privatpools am Stellplatz. Es folgen die Schweiz (61 €) und Slowenien (60 €). In Norwegen hat sich der Übernachtungspreis seit 2020 fast verdoppelt auf knapp 54 €. Dort wurde viel in Nachhaltigkeit investiert, was zum Teil an die Gäste weitergegeben wird. Wer mit kleinem Budget Urlaub machen möchte, steuert Osteuropa an: In Polen, Rumänien, Ungarn und Tschechien etwa liegen die Preise zwischen 24 und 29 €.  

Camping in Deutschland bleibt bezahlbar

Trotz Campingboom und steigender Kosten hierzulande – die Übernachtung in Deutschland liegt mit 40,82 € nur knapp über dem EU-Schnitt. Das sind 4,2% mehr als im Vorjahr. Seit der Corona-Pandemie haben sich die Campingpreise in Deutschland kontinuierlich nach oben entwickelt (+ 27%). Von den klassischen Zielen in Westeuropa liegen nur Frankreich und die Niederlande in einer ähnlichen Preisklasse. Österreich, die Schweiz oder Kroatien sind spürbar teurer. Das macht Deutschland zu einem preislich attraktiven Reiseziel, sagt ACSI-Geschäftsführer Ramon van Reine:

„In der europäischen Spitzengruppe finden wir immer mehr deutsche Anlagen. Ihre Beliebtheit wächst von Jahr zu Jahr – nicht nur bei deutschen Gästen. Auch Niederländer, Schweizer und Dänen campen gerne in Deutschland. Dass die Preise dort trotzdem im Rahmen des europäischen Durchschnitts bleiben, ist bemerkenswert.“ (Ramon van Reine, ACSI-Geschäftsführer)

Campingpreise in Europa – Alle Länder auf einen Blick

Hochsaison: 2 Erwachsene + 2 Kinder, Caravan/Wohnmobil, Strom, Kurtaxe | Preise in Euro | Quelle: ACSI

Rang Land Preis 2026 vs. 2025 vs. 2020
1Kroatien78,28 €+3,4 %+69,6 %
2Schweiz61,33 €+2,7 %+30,1 %
3Slowenien60,14 €+1,8 %+34,2 %
4Italien58,86 €+2,4 %+14,7 %
5Dänemark53,83 €+5,5 %+22,6 %
6Norwegen53,82 €+1,2 %+94,0 %
7Österreich51,89 €+3,9 %+26,2 %
8Spanien48,81 €+3,1 %+13,6 %
9Vereinigtes Königreich44,43 €+2,5 %+27,2 %
10Andorra44,13 €+3,2 %+25,3 %
11Frankreich42,33 €+5,6 %+17,2 %
12Deutschland40,82 €+4,2 %+27,9 %
13Luxemburg39,74 €+4,1 %+23,9 %
14Niederlande39,15 €+3,3 %+22,1 %
EUEU-Durchschnitt38,60 €+3,7 %+24,7 %
15Irland37,55 €+3,7 %+28,1 %
16Griechenland36,20 €+2,1 %+12,8 %
17Belgien34,67 €+3,2 %+19,1 %
18Schweden33,78 €+3,5 %+21,9 %
19Finnland33,59 €+5,5 %+18,9 %
20Portugal32,02 €+6,0 %+16,0 %
21Slowakei31,61 €+18,7 %+37,1 %
22Litauen31,02 €+5,4 %+19,2 %
23Tschechien28,52 €+3,2 %+26,6 %
24Ungarn27,72 €+4,7 %+17,1 %
25Estland27,26 €+4,8 %+42,4 %
26Rumänien25,84 €+3,5 %+37,9 %
27Polen24,19 €-1,9 %+2,5 %